Christian Redl - Lesung

Nein, ein Geländer hat das Leben doch nie,

stellte eine Zuhörerin bei der gestrigen Lesung mit Christian Redl fest. Eben deshalb schien ihm dieses Zitat so passend, erwiderte der Schauspieler, der zurzeit zum letzten Mal für den ZDF-Spreewaldkrimi vor der Kamera steht. Gut gelaunt plauderte er im Gespräch mit Dagmar Perschke über seinen Werdegang als Schauspieler - über schwierige Vorsprechen und darüber, dass er schon immer von vielen als Bösewicht angesehen wurde. Dabei spiele er im Theater liebend gern komische Rollen, und auch der ein oder andere Liebhaber sei er schon gewesen. Doch spätestens seit dem "Hammermörder" und schließlich mit seinem Kommissar Krüger in 18 Folgen Spreewaldkrimi war er auf das Böse irgendwie festgelegt. Doch nicht nur: Die Arbeit im Spreewald brachte ihm gerade im Osten häufig das Urteil ein, "einer von uns" zu sein. Warum es der letzte Spreewaldkrimi ist und dass es ein schwieriger Abschied sein werde, verriet Christian Redl in anderthalb Stunden kurzweiliger Lesung. Am Ende, so schien es, hält das Leben doch das ein oder andere Geländer bereit: in Form eines Buches zum Beispiel. Die Arbeit an seiner Autobiografie "Das Leben hat kein Geländer" habe ihn mit seinen Eltern versöhnt, sagte Christian Redl. Er habe sie, die den Krieg miterleben mussten und teils traumatisiert waren, durch das Schreiben verstehen gelernt. Danke an alle, die zu diesem schönen Abend am Rande des Spreewaldes beigetragen haben! Eine Lesung des Kulturellen Ankerpunktes des Landkreises Dahme-Spreewald 

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