Jury-Sitzung

Shortlist für „Niederlausitzer Wolf“ steht Jury des neuen Krimipreises einigt sich auf drei Preisvergaben -

Die Jury des Krimipreises „Niederlausitzer Wolf“ hat über die Shortlists in zwei Kategorien sowie einen Sonderpreis entschieden. Die drei in der Niederlausitz beliebtesten Krimi-Autoren 2026 sind Elke Pistor, Klaus-Peter Wolf und Sebastian Fitzek. Die drei beliebtesten Autoren für Jugend-Krimiliteratur sind Collin Hadler, Judith Moor und Alexandra Kui. Der Jury-Entscheidung war eine Stimmensammlung unter dem Lese-Publikum an rund 20 Abstimmungsorten in der Niederlausitz vorausgegangen, darunter in Büchereien, Bibliotheken, Tourist-Infos und Sparkassen-Filialen. Der Krimipreis wird am 6. November auf dem Luckauer Schlossberg in einer Festveranstaltung vergeben. Die Gewinner werden Ende August bekannt gegeben, sie lesen an dem Abend auch kurze Passagen aus ihrem Buch. Der Preis ist mit je 1.000 Euro dotiert – einer der höchst dotierten Krimipreise in Deutschland.

Die Initiatorin des Krimipreises Elisabeth Herrmann dankte der Jury für die engagierte und teils kontroverse Diskussion. Dazu gehörten neben ihr auch Tabea Leyh von der Bücherecke Luckau, Birgit Mittwoch von der Lesebühne Groß Köris, Katrin Gärtner von der Stiftung Dahme-Spreewald der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam als Förderer, Mareen Kopsch von der Laga Luckau gGmbH als Träger sowie die beiden Schülerinnen Lene Wefers und Alma Weinbrenner. Die Jury lobt Elke Pistors neuesten Krimi „Kipferl, Killer, Kerzenschein“ für den wohltuenden Wechsel von Spannung und Entspannung, die Vielzahl der weiblichen Perspektiven und die Verbindung zur Medienwelt junger Menschen. Einem aktuellen Thema hat sich Klaus-Peter Wolf in seinem neuesten Krimi „Ostfriesenerbe“ gekümmert: Datenschutz. Die Jury würdigt insbesondere, dass der Autor spannungsvoll die zentrale Frage dazu diskutiert: Was passiert eigentlich mit unseren Daten? Zudem sei der Krimi, wie immer bei Klaus-Peter Wolf, hochspannend und nah an den Menschen dran. Sebastian Fitzeks Thriller „Der Nachbar“ begeistere mit der geradezu filmischen Erzählweise, so die Jury. Zahlreiche Cliffhanger sorgten für ständige Spannung und zugleich einen unterhaltsamen Lese-Genuss.

Zur Jury für den Jugendliteraturpreis gehörten mit Lene Wefers und Alma Weinbrenner zwei Schülerinnen, die mit doppelter Stimme entscheiden durften. Bei Collin Hadlers Buch „Seven ways to tell a lie“ hat ihnen besonders die Beschreibung der Freundes-Clique gefallen sowie die sympathisch gezeichneten Charaktere, darunter die ziemlich lockeren Eltern der Hauptfigur. Außerdem gehe es um ein für Jugendliche hoch aktuelles Thema: Deep Fakes. Judith Moors Roman „Stadt der Magier und Diebe“ wird dafür gelobt, dass die Hauptfigur auch in desolaten Situationen mit viel Gewitztheit die Herzen seiner Mitmenschen erobert, außerdem für das schöne Setting und die Fantasy-hafte Anmutung. Alexandra Kui schließlich habe mit „Was hast du nur getan?“ ein bis zum Schluss hochspannendes Buch geschrieben, so die Jury. Der Schauplatz Schule sei wunderbar nah dran am jungen Lesepublikum. Der „Niederlausitzer Wolf“ wird gefördert von der Stiftung Dahme-Spreewald der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam. Die Schirmherrschaft für den Krimipreis hat Brandenburgs Kulturministerin Dr. Manja Schüle übernommen. Initiiert wurde das Projekt von der Schriftstellerin Elisabeth Herrmann, Projektträger ist die Landesgartenschau Luckau 2000 gGmbH.

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